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Nach Ende des Zweiten Weltkrieges machten die britischen Besatzer den Deutschen ein "Geschenk": Sie errichteten in ihrer Zone praktisch einen BBC für Deutschland: den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR). Nach der Meinungsdiktatur unter den Nationalsozialisten sollten die Deutschen die Vorzüge eines freien, unabhängigen Rundfunks schätzen lernen. Doch schon zu Beginn des Projekts trotzten deutsche Kritiker den Briten Zugeständnisse ab, die die Staatsferne des NWDR beeinträchtigten: Politische Parteien, Bund und Länder wurden zu dominierenden Akteuren in diesem Machtpoker. Als die nordrhein-westfälische Landesregierung 1953 die entscheidenden Maßnahmen zur späteren Teilung des NWDR ergriff, meldeten sich auch die anderen Beteiligten zu Wort.  Hinter den Kulissen tobte sogar in den Kirchen und zwischen den Konfessionen ein Machtkampf. Das britische "Geschenk" der Rundfunkfreiheit wurde auf dem Altar des Egoismus partikularen Interessen geopfert.

In den 1950er Jahren erhielt der Hörfunk Einzug in die Haushalte.

Empfangsgerät von 1952.

 

 

 

 

Bestellen

 

Schmid, Josef: Ein "Geschenk" wird zerpflückt. Zur Teilung des NWDR in WDR und NDR (Schriftenreihe der Hamburger Wirtschaftschronik, Neue Folge, Beiheft 3), Hamburg 2002.

ISBN 3-922857-26-4

Preis: 19,80

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